Unser Leistungsspektrum

ORTHOPÄDIE

Nichtoperative (konservative) orthopädische Versorgung
Schmerztherapie
Manuelle Therapie / Chirotherapie
Akupunktur
Orthopädisch-technische Hilfsmittelversorgung
Zweitmeinungen vor orthopädischen Operationen
Nichtoperative Therapie von Erkrankungen des Bewegungsapparates
Orthopädische Diagnostik
Erstellung und Anpassung eines Rehabilitationsplanes
Orthopädisch-technische Hilfsmittelversorgung
Hilfestellung bei Maßnahmen zur Wiedereingliederung in den Beruf
Begleitung und Hilfestellung zum Erhalt des Alltagslebens bei chronischen Erkrankungen
Akupunktur

Die Akupunktur ist ein Teil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und wird bei vielen verschiedenen Krankheiten mit Erfolg angewendet. Es werden je nach Beschwerdebild mehrere Punkte aufgesucht und mit einer dünnen Akupunkturnadel versehen. Dabei werden Akupunkturpunkte im Bereich der Beschwerden (Lokalpunkte), aber teilweise auch weit entfernte Akupunkturpunkte (Fernpunkte) an Händen, Füßen oder der nicht betroffenen Gegenseite verwendet. Die Akupunktur als sogenanntes Reflexverfahren hat das Ziel, die körpereigene Selbstregulation und die körpereigene Schmerzhemmung zunächst einmal anzusprechen und dann im Verlauf in ihrer Funktion zu stärken. So können sich längerfristig anhaltende, positive Effekte einstellen. 

Die Akupunktur ist neben der chinesischen Arzneimitteltherapie, Tuina, QiGong und der chinesischen Lebenspflege ein Teil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts begannen westliche Forscher, die uralten Texte der TCM zu übersetzten, in China TCM zu studieren und in der westlichen Welt die Akupunktur bekannt zu machen. So wurde die Akupunktur auch ein Teil unserer westlichen Medizin. In China wird die Akupunktur bei vielen verschiedenen Krankheiten mit Erfolg angewendet. Bei uns hegen viele Menschen weiterhin Zweifel an der Wirksamkeit der Akupunktur. Um dieser Frage nachzugehen, wurde in Deutschland eine große Untersuchung durchgeführt, die „German Acupuncture Trial“. Es wurden die Effekte der schulmedizinischen Standardtherapie mit den Effekten der Akupunktur verglichen. Untersucht wurden chronische Rückenschmerzen, chronische Knieschmerzen bei Arthrose, Spannungskopfschmerzen und Migräne. Bei chronischen Rückenschmerzen und bei der Kniearthrose zeigte sich eine Überlegenheit der Akupunktur. Die gesetzlichen Krankenkassen entschieden daher, die Kosten für eine Akupunkturbehandlung bei chronischen Rückenschmerzen oder chronischen Arthroseschmerzen des Kniegelenkes, die länger als 6 Monate bestehen, zu übernehmen.

Die Untersuchungen bei Spannungskopfschmerzen konnten nicht abgeschlossen werden, da die Patienten in der Gruppe „Standardtherapie“ die Therapie wegen zu starken Nebenwirkungen der verwendeten Medikamente abbrechen mussten. Bei der Untersuchung der Migräne zeigte sich eine vergleichbare Wirkung durch die Standardtherapie und der Akupunktur. In beiden Fällen entschieden die gesetzlichen Krankenkassen leider, die Kosten für eine Akupunktur nicht zu übernehmen, obwohl die Akupunktur aus medizinischer Sicht eine Alternative zur Standardtherapie wäre. 

Im Bereich der Orthopädie und Schmerztherapie wurden in vielen Studien positive Effekte durch eine Akupunkturbehandlung beobachtet. Eine Schmerzlinderung stellt sich jedoch selten sofort ein. Es bedarf mehrere Sitzungen und etwas Geduld. Die Akupunktur als sogenanntes Reflexverfahren hat das Ziel, die körpereigene Selbstregulation und die körpereigene Schmerzhemmung zunächst einmal anzusprechen und dann im Verlauf in ihrer Funktion zu stärken. So können sich längerfristig anhaltende Effekte einstellen.

Eine Akupunktursitzung dauert ca. 20 Minuten. Wünschenswert wäre eine kontinuierliche Behandlung mit ein bis zwei Sitzungen pro Woche über einen Zeitraum von 6 bis 12 Wochen, wobei dies je nach Erkrankung und Krankheitsstadium sehr variieren kann. Es werden je nach Beschwerdebild mehrere Punkte aufgesucht und mit einer dünnen Akupunkturnadel versehen. Dabei werden Akupunkturpunkte im Bereich der Beschwerden (Lokalpunkte), aber teilweise auch weit entfernte Akupunkturpunkte (Fernpunkte) an Händen, Füßen oder der nicht betroffenen Gegenseite verwendet. Dies führt bei Patienten manchmal zu Verwirrungen, da wir es durch die Schulmedizin gewohnt sind, eine Therapie immer an dem Ort zu erhalten, an dem die Beschwerden am größten sind. Bei der Akupunktur ist das aber häufig bewusst nicht so. Die Akupunktur wirkt über unser Nervensystem. Dieses ist über unseren gesamten Körper verteilt und läuft in der Zentrale, unserem Gehirn, zusammen. So können auch weit entfernte Akupunkturpunkte oder eine bestimmte Kombination von entfernt liegenden Akupunkturpunkten eine Wirkung auf einen ganz bestimmten Bereich haben. Diese Annahme und die Beobachtungen der alten Chinesen konnten in modernen MRT-Studien des Gehirns während einer Akupunktursitzung bestätigt werden.

Das Setzten der Akupunkturnadeln pikt viel weniger als beispielsweise beim Blutabnehmen. Teilweise können Akupunkturpunkte ein vorrübergehendes, dumpfes, druckähnliches Schmerzgefühl hervorrufen. Dies wurde von den alten Chinesen als De-Qi-Gefühl beschrieben und gilt als ein gutes Zeichen. Diese Empfindung variiert häufig von Sitzung zu Sitzung in Abhängigkeit von der Tagesform und dem Stadium der vorliegenden Erkrankung.

Was zahlen die gesetzlichen Krankenkassen?

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten nur bei chronischen Schmerzen in der Lendenwirbelsäule oder chronischen Knieschmerzen durch eine Arthrose, wenn der Patient mindestens seit sechs Monaten an Schmerzen leidet und andere Therapien nicht zu einer ausreichenden Linderung geführt haben. Nur in diesen Fällen werden zehn Akupunktursitzungen innerhalb von maximal sechs Wochen und in begründeten Ausnahmefällen 15 Sitzungen innerhalb von maximal zwölf Wochen genehmigt. Nach Abschluss einer Akupunkturbehandlung werden die Kosten für eine erneute Therapie frühestens nach zwölf Monaten wieder übernommen. Bei allen anderen Schmerzen oder Erkrankungen kann Akupunktur auch sehr hilfreich sein, aber die Kosten werden dann nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen und müssen als sogenannte Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) selbst getragen werden.

Die Akupunktur ist neben der chinesischen Arzneimitteltherapie, Tuina, QiGong und der chinesischen Lebenspflege ein Teil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts begannen westliche Forscher, die uralten Texte der TCM zu übersetzten, in China TCM zu studieren und in der westlichen Welt die Akupunktur bekannt zu machen. So wurde die Akupunktur auch ein Teil unserer westlichen Medizin. In China wird die Akupunktur bei vielen verschiedenen Krankheiten mit Erfolg angewendet. Bei uns hegen viele Menschen weiterhin Zweifel an der Wirksamkeit der Akupunktur. Um dieser Frage nachzugehen, wurde in Deutschland eine große Untersuchung durchgeführt, die „German Acupuncture Trial“. Es wurden die Effekte der schulmedizinischen Standardtherapie mit den Effekten der Akupunktur verglichen. Untersucht wurden chronische Rückenschmerzen, chronische Knieschmerzen bei Arthrose, Spannungskopfschmerzen und Migräne. Bei chronischen Rückenschmerzen und bei der Kniearthrose zeigte sich eine Überlegenheit der Akupunktur. Die gesetzlichen Krankenkassen entschieden daher, die Kosten für eine Akupunkturbehandlung bei chronischen Rückenschmerzen oder chronischen Arthroseschmerzen des Kniegelenkes, die länger als 6 Monate bestehen, zu übernehmen.

Die Untersuchungen bei Spannungskopfschmerzen konnten nicht abgeschlossen werden, da die Patienten in der Gruppe „Standardtherapie“ die Therapie wegen zu starken Nebenwirkungen der verwendeten Medikamente abbrechen mussten. Bei der Untersuchung der Migräne zeigte sich eine vergleichbare Wirkung durch die Standardtherapie und der Akupunktur. In beiden Fällen entschieden die gesetzlichen Krankenkassen leider, die Kosten für eine Akupunktur nicht zu übernehmen, obwohl die Akupunktur aus medizinischer Sicht eine Alternative zur Standardtherapie wäre. 

Im Bereich der Orthopädie und Schmerztherapie wurden in vielen Studien positive Effekte durch eine Akupunkturbehandlung beobachtet. Eine Schmerzlinderung stellt sich jedoch selten sofort ein. Es bedarf mehrere Sitzungen und etwas Geduld. Die Akupunktur als sogenanntes Reflexverfahren hat das Ziel, die körpereigene Selbstregulation und die körpereigene Schmerzhemmung zunächst einmal anzusprechen und dann im Verlauf in ihrer Funktion zu stärken. So können sich längerfristig anhaltende Effekte einstellen.

Eine Akupunktursitzung dauert ca. 20 Minuten. Wünschenswert wäre eine kontinuierliche Behandlung mit ein bis zwei Sitzungen pro Woche über einen Zeitraum von 6 bis 12 Wochen, wobei dies je nach Erkrankung und Krankheitsstadium sehr variieren kann. Es werden je nach Beschwerdebild mehrere Punkte aufgesucht und mit einer dünnen Akupunkturnadel versehen. Dabei werden Akupunkturpunkte im Bereich der Beschwerden (Lokalpunkte), aber teilweise auch weit entfernte Akupunkturpunkte (Fernpunkte) an Händen, Füßen oder der nicht betroffenen Gegenseite verwendet. Dies führt bei Patienten manchmal zu Verwirrungen, da wir es durch die Schulmedizin gewohnt sind, eine Therapie immer an dem Ort zu erhalten, an dem die Beschwerden am größten sind. Bei der Akupunktur ist das aber häufig bewusst nicht so. Die Akupunktur wirkt über unser Nervensystem. Dieses ist über unseren gesamten Körper verteilt und läuft in der Zentrale, unserem Gehirn, zusammen. So können auch weit entfernte Akupunkturpunkte oder eine bestimmte Kombination von entfernt liegenden Akupunkturpunkten eine Wirkung auf einen ganz bestimmten Bereich haben. Diese Annahme und die Beobachtungen der alten Chinesen konnten in modernen MRT-Studien des Gehirns während einer Akupunktursitzung bestätigt werden.

Das Setzten der Akupunkturnadeln pikt viel weniger als beispielsweise beim Blutabnehmen. Teilweise können Akupunkturpunkte ein vorrübergehendes, dumpfes, druckähnliches Schmerzgefühl hervorrufen. Dies wurde von den alten Chinesen als De-Qi-Gefühl beschrieben und gilt als ein gutes Zeichen. Diese Empfindung variiert häufig von Sitzung zu Sitzung in Abhängigkeit von der Tagesform und dem Stadium der vorliegenden Erkrankung.

Was zahlen die gesetzlichen Krankenkassen?

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten nur bei chronischen Schmerzen in der Lendenwirbelsäule oder chronischen Knieschmerzen durch eine Arthrose, wenn der Patient mindestens seit sechs Monaten an Schmerzen leidet und andere Therapien nicht zu einer ausreichenden Linderung geführt haben. Nur in diesen Fällen werden zehn Akupunktursitzungen innerhalb von maximal sechs Wochen und in begründeten Ausnahmefällen 15 Sitzungen innerhalb von maximal zwölf Wochen genehmigt. Nach Abschluss einer Akupunkturbehandlung werden die Kosten für eine erneute Therapie frühestens nach zwölf Monaten wieder übernommen. Bei allen anderen Schmerzen oder Erkrankungen kann Akupunktur auch sehr hilfreich sein, aber die Kosten werden dann nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen und müssen als sogenannte Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) selbst getragen werden.

Die spezielle Schmerztherapie

Bei bestimmten Erkrankungen von Gelenken, Sehnen und Bändern kann es zu Kalkablagerungen oder einer unvollständigen Heilung von verletztem Gewebe kommen, sodass vom Körper über einen langen Zeitraum eine Entzündung aufrechterhalten wird, die Schmerzen verursacht, aber nicht ausreicht, den erkrankten Bereich zu reparieren. Die Stoßwellentherapie versucht nun durch kleinste, gezielte Druckwellen die kleinen Verkalkungen zu zerstören und eine verbesserte Entzündung mit vielen wachstums- und heilungsfördernden Botenstoffen anzuregen, damit der Körper die betroffene Stelle reparieren kann. Bewährt hat sich diese Methode bei der Kalkschulter (Tendinitis calcarea), dem Tennisellenbogen (Epikondylitis radialis), Golferellenbogen (Epikondylitis ulnaris), Fersensporn (Fasciitis plantaris), bei Achillessehnenschmerz (Achillodynie) und diversen andere Erkrankung von Sehnen (Tendinopathie) bzw. Sehnenansätzen (Enthesiopathie) sowie der Schleimbeutelentzündung (Bursitis).

Wenn Schmerzen länger als 3 Monate anhalten und der Schmerz seine Schutz- und Warnfunktion verloren hat, spricht man von einer chronischen Schmerzerkrankung. In diesen Fällen helfen die üblichen Maßnahmen gegen Schmerz wie Schonung oder die Einnahme von Schmerzmitteln oft weniger gut als üblich. Dies hängt damit zusammen, dass bei chronischen Schmerzen ein anderer Schmerzmechanismus vorherrscht, der durch die üblichen Maßnahmen gegen Schmerzen nur wenig oder gar nicht beeinflusst wird. In solchen Fällen muss man andere Wege einschlagen. Dies ist die Domäne der speziellen Schmerztherapie.

Unser Schmerzsystem wird meist nur als ein Schadensmeldesystem angesehen. Aber neben dieser Funktion kann unser Schmerzsystem auch vor Gefahren warnen und dadurch schützen. Zum Beispiel verspürt man Schmerz beim Umbiegen eines Fingers schon, bevor das gedehnte Gewebe einen Schaden nehmen kann. Beide Schmerzarten fühlen sich gleich an und sind im Rahmen einer chronischen Schmerzerkrankung teilweise schwer auseinanderzuhalten, daher benötigt man hierbei ärztliche Hilfe. Durch genaue Untersuchungen und Erfahrung kann man diese zwei Schmerzarten gut auseinanderhalten.

Die Ursache für einen chronischen Schmerz kann nur im Zusammenhang mit vielen verschiedenen Einflussfaktoren verstanden werden. Schmerz will uns vor etwas beschützen. Bei chronischen Schmerzen stellt sich aber oft die Frage „Wovor?“ und ob der erhöhte Schutz durch ständiges Schmerzerleben überhaupt notwendig ist. Zum Beispiel haben viele Menschen nach einem Bandscheibenvorfall anhaltende oder wiederkehrende Schmerzen und Steifheit beim Bücken oder langem Sitzen. Hierbei möchte das Schmerzsystem die Bandscheiben vor der Belastung des Bückens oder des langen Sitzens schützen. Nach Heilung des Bandscheibenvorfalls ist dies meistens jedoch nicht mehr notwendig. In diesen Fällen kann man dann z. B. daran arbeiten, dem Schmerzsystem beizubringen, dass dieser erhöhte Schutz nicht mehr notwendig ist. Im Verlauf einer Schmerzerkrankung kann das Schutzsystem auch auf die Idee kommen, dass nicht nur Bewegungen oder Haltungen an sich potenziell gefährlich sind, sondern auch z. B. bestimmte Orte oder Umgebungen, sodass man immer an diesen Orten mehr Schmerz verspürt. Neben Bewegungen und Belastungen muss man bei chronischen Schmerzen also viele verschiedene Einflussfaktoren im Blick haben. Hierbei helfen in der Schmerztherapie Fragebögen wie der gut untersuchte „Deutsche Schmerzfragebogen“. Auch wenn das Ausfüllen für Patienten etwas Arbeit bedeutet, liefert der Fragebogen wichtige Hinweise auf zahlreiche mögliche Einflussfaktoren, welche man in der Therapie dann gezielt angehen kann.

In der Schmerztherapie können viele Faktoren, die unsere Schmerz-Alarmanlage unnötig anspringen lassen, durch eine ärztliche Diagnostik und Aufklärung entschärft werden. Andere können durch eine physiotherapeutische Behandlung mit Einübung von neuen und alten Bewegungsmustern angegangen werden. Wiederum andere Faktoren können am besten durch eine psychologische Untersuchung herausgefunden und unter psychologischer Anleitung verändert werden. Die Untersuchung, Einsortierung und Therapie von chronischen Schmerzen durch mehrere Disziplinen wie Ärzte, Physiotherapeuten und Psychologen nennt man eine interdisziplinäre Schmerztherapie auf der Basis des bio-psycho-sozialen Krankheitsmodells von chronischen Schmerzen.

Zu den chronischen Schmerzerkrankungen zählen viele verschiedene Diagnosen und unterschiedliche Krankheitsbilder, deren anhaltender Schmerz jedoch auf die beschriebenen Schmerzmechanismen zum Teil oder ganz zurückzuführen ist. Hierzu zählen Schmerzen bei Arthrose, Osteoporose, Rheuma, Fibromyalgie, Rückenschmerzen, Nackenschmerzen, Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen, Sehnenschmerzen (Achillodynie / Achillessehnenschmerzen, Epikondylitis / Tennisellenbogen usw.), Schmerzen nach Operationen, nach Verletzungen oder nach einem Bandscheibenvorfall.

Im Bereich der ärztlichen Schmerztherapie wurden in den letzten Jahrzehnten vor Allem Morphium oder morphinähnliche Schmerzmittel, die sogenannten Opioide, eingesetzt. Viele Untersuchungen haben gezeigt, dass die üblichen Schmerzmittel und Opioide bei chronischen Schmerzen nur wenig Effekt und v. a. bei langer Einnahme z. T. schwerwiegende Nebenwirkungen haben. Z. B. kann es bei einer Langzeiteinnahme von Opioiden zu einer Abhängigkeit kommen. In den USA ist dies in den letzten 20 Jahren vermehrt vorgekommen und wird aufgrund der Vielzahl von Patienten, die unter einer Opioid-Anhängigkeit leiden, die „Opioid-Krise“ genannt. Als Reaktion hierauf gibt es Empfehlungen, bei der Therapie von chronischen Schmerzen starkwirksame Opioide erst nach Ausschöpfung aller anderen Therapiemöglichkeiten zu verordnen. 1

Andere ärztliche Therapiemöglichkeiten bei chronischen Schmerzen sind z. B. Infiltrationen (Neuraltherapie, Triggerpunkttherapie), gezielte Injektionen (PRT, Facettengelenksinfiltrationen, Gelenkinfiltration), Akupunktur, Stoßwellentherapie oder regenerative Medizin mit körpereigenen Blutbestandteilen (PRP, ACP®). Viele von diesen Therapiemöglichkeiten bieten wir in unserer Praxis an.

Ein weiterer Bestandteil der modernen Schmerztherapie sind die Bewegungstherapien. Hierzu zählt ein gesundes Maß an täglicher Bewegung, auf den Einzelfall speziell zugeschnittene Eigenübungen sowie ein regelmäßig durchgeführtes Training von Kraft und Ausdauer. Einen Plan hierfür kann der Patient am besten zusammen mit einem Physiotherapeuten erarbeiten und einüben, bis dieser selbstständig fortgeführt werden kann.

Psychologen bieten Hilfestellung bei vielen schmerzverstärkenden Problemen wie Schlafstörungen, Stress, Über- oder Unterforderung im Alltag oder Beruf, Angst, Depression, Beziehungskonflikten, Arbeitskonflikten oder dem schädlichen Gebrauch von Substanzen (z. B. Nikotin, Alkohol, Medikamente, Drogen). Das Erlernen von Strategien gegen derartige Probleme und das regelmäßige Durchführen von Entspannungsverfahren lindert nachgewiesen Schmerz und kann im Rahmen einer Psychotherapie oder einer psychosomatischen Behandlung erarbeitet werden.

Eine stationäre oder tagesklinische multimodale Schmerztherapie fasst viele der genannten Therapiemöglichkeiten zusammen und bietet ein speziell auf Schmerz zugeschnittenes Programm, bei dem der Patient gleichzeitig von Ärzten, Physiotherapeuten und Psychologen behandelt wird, viel über sein eigenes Schmerzproblem herausfinden kann und lernt, sich selbst helfen zu können.

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Literatur:

1: Yang J, Bauer BA, Wahner-Roedler DL, Chon TY, Xiao L. The Modified WHO Analgesic Ladder: Is It Appropriate for Chronic Non-Cancer Pain?. J Pain Res. 2020;13:411-417; https://doi.org/10.2147/JPR.S244173

https://www.dovepress.com/the-modified-who-analgesic-ladder-is-it-appropriate-for-chronic-non-ca-peer-reviewed-fulltext-article-JPR

Wenn Schmerzen länger als 3 Monate anhalten und der Schmerz seine Schutz- und Warnfunktion verloren hat, spricht man von einer chronischen Schmerzerkrankung. In diesen Fällen helfen die üblichen Maßnahmen gegen Schmerz wie Schonung oder die Einnahme von Schmerzmitteln oft weniger gut als üblich. Dies hängt damit zusammen, dass bei chronischen Schmerzen ein anderer Schmerzmechanismus vorherrscht, der durch die üblichen Maßnahmen gegen Schmerzen nur wenig oder gar nicht beeinflusst wird. In solchen Fällen muss man andere Wege einschlagen. Dies ist die Domäne der speziellen Schmerztherapie.

Unser Schmerzsystem wird meist nur als ein Schadensmeldesystem angesehen. Aber neben dieser Funktion kann unser Schmerzsystem auch vor Gefahren warnen und dadurch schützen. Zum Beispiel verspürt man Schmerz beim Umbiegen eines Fingers schon, bevor das gedehnte Gewebe einen Schaden nehmen kann. Beide Schmerzarten fühlen sich gleich an und sind im Rahmen einer chronischen Schmerzerkrankung teilweise schwer auseinanderzuhalten, daher benötigt man hierbei ärztliche Hilfe. Durch genaue Untersuchungen und Erfahrung kann man diese zwei Schmerzarten gut auseinanderhalten.

Die Ursache für einen chronischen Schmerz kann nur im Zusammenhang mit vielen verschiedenen Einflussfaktoren verstanden werden. Schmerz will uns vor etwas beschützen. Bei chronischen Schmerzen stellt sich aber oft die Frage „Wovor?“ und ob der erhöhte Schutz durch ständiges Schmerzerleben überhaupt notwendig ist. Zum Beispiel haben viele Menschen nach einem Bandscheibenvorfall anhaltende oder wiederkehrende Schmerzen und Steifheit beim Bücken oder langem Sitzen. Hierbei möchte das Schmerzsystem die Bandscheiben vor der Belastung des Bückens oder des langen Sitzens schützen. Nach Heilung des Bandscheibenvorfalls ist dies meistens jedoch nicht mehr notwendig. In diesen Fällen kann man dann z. B. daran arbeiten, dem Schmerzsystem beizubringen, dass dieser erhöhte Schutz nicht mehr notwendig ist. Im Verlauf einer Schmerzerkrankung kann das Schutzsystem auch auf die Idee kommen, dass nicht nur Bewegungen oder Haltungen an sich potenziell gefährlich sind, sondern auch z. B. bestimmte Orte oder Umgebungen, sodass man immer an diesen Orten mehr Schmerz verspürt. Neben Bewegungen und Belastungen muss man bei chronischen Schmerzen also viele verschiedene Einflussfaktoren im Blick haben. Hierbei helfen in der Schmerztherapie Fragebögen wie der gut untersuchte „Deutsche Schmerzfragebogen“. Auch wenn das Ausfüllen für Patienten etwas Arbeit bedeutet, liefert der Fragebogen wichtige Hinweise auf zahlreiche mögliche Einflussfaktoren, welche man in der Therapie dann gezielt angehen kann.

In der Schmerztherapie können viele Faktoren, die unsere Schmerz-Alarmanlage unnötig anspringen lassen, durch eine ärztliche Diagnostik und Aufklärung entschärft werden. Andere können durch eine physiotherapeutische Behandlung mit Einübung von neuen und alten Bewegungsmustern angegangen werden. Wiederum andere Faktoren können am besten durch eine psychologische Untersuchung herausgefunden und unter psychologischer Anleitung verändert werden. Die Untersuchung, Einsortierung und Therapie von chronischen Schmerzen durch mehrere Disziplinen wie Ärzte, Physiotherapeuten und Psychologen nennt man eine interdisziplinäre Schmerztherapie auf der Basis des bio-psycho-sozialen Krankheitsmodells von chronischen Schmerzen.

Zu den chronischen Schmerzerkrankungen zählen viele verschiedene Diagnosen und unterschiedliche Krankheitsbilder, deren anhaltender Schmerz jedoch auf die beschriebenen Schmerzmechanismen zum Teil oder ganz zurückzuführen ist. Hierzu zählen Schmerzen bei Arthrose, Osteoporose, Rheuma, Fibromyalgie, Rückenschmerzen, Nackenschmerzen, Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen, Sehnenschmerzen (Achillodynie / Achillessehnenschmerzen, Epikondylitis / Tennisellenbogen usw.), Schmerzen nach Operationen, nach Verletzungen oder nach einem Bandscheibenvorfall.

Im Bereich der ärztlichen Schmerztherapie wurden in den letzten Jahrzehnten vor Allem Morphium oder morphinähnliche Schmerzmittel, die sogenannten Opioide, eingesetzt. Viele Untersuchungen haben gezeigt, dass die üblichen Schmerzmittel und Opioide bei chronischen Schmerzen nur wenig Effekt und v. a. bei langer Einnahme z. T. schwerwiegende Nebenwirkungen haben. Z. B. kann es bei einer Langzeiteinnahme von Opioiden zu einer Abhängigkeit kommen. In den USA ist dies in den letzten 20 Jahren vermehrt vorgekommen und wird aufgrund der Vielzahl von Patienten, die unter einer Opioid-Anhängigkeit leiden, die „Opioid-Krise“ genannt. Als Reaktion hierauf gibt es Empfehlungen, bei der Therapie von chronischen Schmerzen starkwirksame Opioide erst nach Ausschöpfung aller anderen Therapiemöglichkeiten zu verordnen. 1

Andere ärztliche Therapiemöglichkeiten bei chronischen Schmerzen sind z. B. Infiltrationen (Neuraltherapie, Triggerpunkttherapie), gezielte Injektionen (PRT, Facettengelenksinfiltrationen, Gelenkinfiltration), Akupunktur, Stoßwellentherapie oder regenerative Medizin mit körpereigenen Blutbestandteilen (PRP, ACP®). Viele von diesen Therapiemöglichkeiten bieten wir in unserer Praxis an.

Ein weiterer Bestandteil der modernen Schmerztherapie sind die Bewegungstherapien. Hierzu zählt ein gesundes Maß an täglicher Bewegung, auf den Einzelfall speziell zugeschnittene Eigenübungen sowie ein regelmäßig durchgeführtes Training von Kraft und Ausdauer. Einen Plan hierfür kann der Patient am besten zusammen mit einem Physiotherapeuten erarbeiten und einüben, bis dieser selbstständig fortgeführt werden kann.

Psychologen bieten Hilfestellung bei vielen schmerzverstärkenden Problemen wie Schlafstörungen, Stress, Über- oder Unterforderung im Alltag oder Beruf, Angst, Depression, Beziehungskonflikten, Arbeitskonflikten oder dem schädlichen Gebrauch von Substanzen (z. B. Nikotin, Alkohol, Medikamente, Drogen). Das Erlernen von Strategien gegen derartige Probleme und das regelmäßige Durchführen von Entspannungsverfahren lindert nachgewiesen Schmerz und kann im Rahmen einer Psychotherapie oder einer psychosomatischen Behandlung erarbeitet werden.

Eine stationäre oder tagesklinische multimodale Schmerztherapie fasst viele der genannten Therapiemöglichkeiten zusammen und bietet ein speziell auf Schmerz zugeschnittenes Programm, bei dem der Patient gleichzeitig von Ärzten, Physiotherapeuten und Psychologen behandelt wird, viel über sein eigenes Schmerzproblem herausfinden kann und lernt, sich selbst helfen zu können.

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Literatur:

1: Yang J, Bauer BA, Wahner-Roedler DL, Chon TY, Xiao L. The Modified WHO Analgesic Ladder: Is It Appropriate for Chronic Non-Cancer Pain?. J Pain Res. 2020;13:411-417; https://doi.org/10.2147/JPR.S244173

https://www.dovepress.com/the-modified-who-analgesic-ladder-is-it-appropriate-for-chronic-non-ca-peer-reviewed-fulltext-article-JPR

Hyaluronsäure

Die Hyaluronsäure (kurz „Hyaluron“) ist ein wichtiger Bestandteil unserer gesunden Gelenkflüssigkeit. Hyaluron bindet Wasser und bildet so eine zähe Flüssigkeit, die unsere Gelenke schmiert. Neben dieser mechanischen Eigenschaft ist Hyaluron auch an der Regulation von Stoffwechsel- und Entzündungsprozessen beteiligt und hält das Gelenk im Gleichgewicht. All dies kommt dem Erhalt und der Regeneration des Gelenkknorpels zu Gute.

Daher wird Hyaluron häufig in Gelenke gespritzt, die Anzeichen einer Arthrose zeigen. Für einen optimalen Nutzen wird es innerhalb von ca. 3 Wochen 3-mal eingespritzt. In Einzelstudien zeigten sich positive Effekte auf Schmerz und Funktion der Gelenke. In großen Übersichtsstudien waren diese Effekte nicht mehr so stark ausgeprägt, so dass sich die gesetzlichen Krankenkassen dazu entschieden haben, die Kosten für Injektionen mit Hyaluronsäure nicht zu übernehmen. Für gesetzlich versicherte Patienten ist dies eine individuelle Gesundheitsleistung (IGeL). Wenn Schmerzen bei einer beginnenden bis mittelgradigen Arthrose trotzt anderweitiger Therapien bestehen bleiben und kaum noch andere Therapiemöglichkeiten zur Verfügung stehen, sind Hyaluronsäure-Injektionen eine gute Therapieoption.

Daher wird Hyaluron häufig in Gelenke gespritzt, die Anzeichen einer Arthrose zeigen. Für einen optimalen Nutzen wird es innerhalb von ca. 3 Wochen 3-mal eingespritzt. In Einzelstudien zeigten sich positive Effekte auf Schmerz und Funktion der Gelenke. In großen Übersichtsstudien waren diese Effekte nicht mehr so stark ausgeprägt, so dass sich die gesetzlichen Krankenkassen dazu entschieden haben, die Kosten für Injektionen mit Hyaluronsäure nicht zu übernehmen. Für gesetzlich versicherte Patienten ist dies eine individuelle Gesundheitsleistung (IGeL). Wenn Schmerzen bei einer beginnenden bis mittelgradigen Arthrose trotzt anderweitiger Therapien bestehen bleiben und kaum noch andere Therapiemöglichkeiten zur Verfügung stehen, sind Hyaluronsäure-Injektionen eine gute Therapieoption.

Kinesio-Tape

Das kinesiologische Tape, kurz „Kinesio-Tape“ ist ein hautfreundliches elastisches Stoffklebeband und in seinen Eigenschaften denen der Haut ähnlich. Es wird bei Gelenkbeschwerden, Muskelzerrungen oder Bandverletzungen angewendet und regt die Selbstregulationskräfte des Köpers an.

V. a. im Leistungssport wird das KinesioTape bei Gelenkbeschwerden, Muskelzerrungen oder Bandverletzungen angewendet. Das KinesioTape kann mehrere Tage verbleiben und auch nass werden. Durch den sehr hautfreundlichen Kleber kommt es nur sehr selten zu Hautirritationen, auch nach längerer oder wiederholter Anwendung. Das KinesioTape ist eine unterstützende Therapie bei Beschwerden des Bewegungsapparates. Leider übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten hierfür nicht, daher ist es für gesetzlich Versicherte eine individuelle Gesundheitsleistung.

V. a. im Leistungssport wird das KinesioTape bei Gelenkbeschwerden, Muskelzerrungen oder Bandverletzungen angewendet. Das KinesioTape kann mehrere Tage verbleiben und auch nass werden. Durch den sehr hautfreundlichen Kleber kommt es nur sehr selten zu Hautirritationen, auch nach längerer oder wiederholter Anwendung. Das KinesioTape ist eine unterstützende Therapie bei Beschwerden des Bewegungsapparates. Leider übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten hierfür nicht, daher ist es für gesetzlich Versicherte eine individuelle Gesundheitsleistung.

Körpereigenes, plättchenreines Blutplasma – PRP / ACP

(PRP: plättchenreiches Plasma; ACP®: autologes conditioniertes Plasma der Firma Arthrex)

Bei bestimmten Verletzungen oder Erkrankungen von Gelenken, Muskeln, Sehnen oder Bändern kann es hilfreich sein, die körpereigene Heilung anzuregen. Hierfür kann man die körpereigenen Wachstumsfaktoren und Reparatur-Signalstoffe aus dem eigenen Blut verwenden. Man benötigt nur eine normale Blutentnahme und extrahiert das körpereigene, plättchenreiche Blutplasma. Anschließend wird es in das erkrankte Gewebe gespritzt.

Diese Therapieform ist im Leistungssport schon längere Zeit eine weit verbreitete Methode. Verletzte Sportler können mit der Erweiterung der Therapie durch das Einspritzen von Blutplasma schneller wieder trainieren und zum vollen Einsatz kommen. 10 11 12 13

Körpereigenes plättchenreiches Plasma eignet sich also zur Anregung der Heilung bei Gelenkproblemen (z. B. Arthrose), Band- und Sehnennverletzungen oder bei langwierigen Beschwerden von Sehnen, Faszien und Bändern. Häufig genutzt wird diese Therapieform beim Tennisarm (Epikondylitis), einem Fersensporn (Plantarfasziitis), einer entzündeten Achillessehne (Achillodynie) oder Verletzungen der Rotatorenmanschette.4 7 9 10 Bei der Behandlung einer Arthrose konnte sogar teilweise eine bessere Wirkung im Vergleich zu Hyaluron oder Kortison gezeigt werden. 5 6 8

Die Rate an Nebenwirkungen durch das Einspritzen von körpereigenem Blutplasma ist sehr gering. Die Infektionsgefahr ist vergleichbar mit der einer Blutentnahme oder anderer Spritzen. Nach dem Einspritzen des PRP kann es anfangs zu einer Schmerzverstärkung kommen, da die entstehende – und gewollte Heilentzündung die Nerven vorrübergehend empfindlicher macht. Darüber hinaus wurden kaum relevante Probleme mit dieser Methode berichtet. Wenn man dies mit den möglichen Nebenwirkungen von Schmerzmedikamenten oder Kortison vergleicht, ist diese Methode deutlich weniger belastend.

Das Verfahren ist gut untersucht und hat einen hohen Stellenwert in der Behandlung von Erkrankungen der Gelenke, Sehnen und Bänder. Trotzt alledem übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Behandlung leider nicht, teilweise lehnen auch private Krankenversicherungen eine Kostenübernahme ab. Es ist somit eine individuelle Gesundheitsleistung (IGeL), bei der die Kosten selbst zu tragen sind. Wir prüfen gerne mit Ihnen zusammen, ob eine derartige Therapie bei Ihnen in Frage kommt und auch erfolgsversprechend wäre.

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Literatur:

  1. Borzini P, Mazzucco L: Tissue Regeneration and in Loco Administration of Platelet Derivates: Clinical Outcomes, Heterogeneous Products, and Heterogeneity of Effector Mechanisms. Transfusion. 2005; 45: 1759-1767.
  2. Edwards D, et al: Transforming Growth Factor Beta Modulates the Expression of Collagenase and Metalloproteinase Inhibitor. The EMBO Journal. 1987; 6(7): 1899-1904.
  3. Lynch S, et al: Role of Platelet-derived Growth Factor in Wound Healing: Synergistic Effects with other Growth Factors. Proc. Natl. Acad. Sci. USA. 1987; 84: 7696-7700.
  4. Mazzocca A, et al: The positive effects of different platelet-rich plasma methods on human muscle, bone, and tendon cells. The American Journal of Sports Medicine. 2012; 40(8): 1742-1749
  5. Milano G, et al: Repeated Platelet Concentrate Injections Enhance Reparative Response of Microfractures in the Treatment of Chondral Defects of the Knee: An Experimental Study in an Animal Model. Arthroscopy. 2012; 28(5): 688-701
  6. Cerza F, et al: Comparison Between Hyaluronic Acid and Platelet-Rich Plasma, Intra-articular Infiltration in the Treatment of Gonarthrosis. The American Journal of Sports Medicine, online published on October 25, 2012
  7. Deans VM, Miller A, Ramos J: A Prospective Series of Patients with Chronic Achilles Tendinopathy Treated with Autologous-conditioned Plasma Injections Combined with Exercise and Therapeutic Ultrasonography. The Journal of Foot and Ankle Surgery. 2012; 51(6): 706-710
  8. Meheux CJ, McCulloch PC, Lintner DM, Varner KE, Harris JD. Efficacy of Intraarticular Platelet-Rich Plasma Injections in Knee Osteoarthritis: A Systematic Review. Arthroscopy. 2016; 32: 495-505. doi:10.1016/j.arthro.2015.08.005
  9. Sanchez M, Anitua E, Azofra J, Prado R, Muruzabal F, Andia I. Ligamentization of tendon grafts treated with an endogenous preparation rich in growth factors: gross morphology and histology. Arthroscopy. 2010;26:470–480.
  10. Mishra A, Harmon K, Woodall J, Vieira A. Sports Medicine Applications of Platelet Rich Plasma. Curr Pharm Biotechnol. 2012;13:1185–95
  11. Wright-Carpenter, T.; Klein, P. Treatment of muscle injuries by local administration of autologous conditioned serum: A pilot study on sportsmen with muscle strains. Int. J. Sports Med., 2004, 25(8), 588-593
  12. McCrum CL, Costello J, Onishi K, Stewart C, Vyas D. Return to Play After PRP and Rehabilitation of 3 Elite Ice Hockey Players With Ulnar Collateral Ligament Injuries of the Elbow. Orthop J Sports Med. 2018;6(8):2325967118790760. Published 2018 Aug 17. doi:10.1177/2325967118790760
  13. Sheth, Ujash et al. Does Platelet-Rich Plasma Lead to Earlier Return to Sport When Compared With Conservative Treatment in Acute Muscle Injuries? A Systematic Review and Meta-analysis. Arthroscopy , Volume 34 , Issue 1 , 281 – 288.e1

Diese Therapieform ist im Leistungssport schon längere Zeit eine weit verbreitete Methode. Verletzte Sportler können mit der Erweiterung der Therapie durch das Einspritzen von Blutplasma schneller wieder trainieren und zum vollen Einsatz kommen. 10 11 12 13

Körpereigenes plättchenreiches Plasma eignet sich also zur Anregung der Heilung bei Gelenkproblemen (z. B. Arthrose), Band- und Sehnennverletzungen oder bei langwierigen Beschwerden von Sehnen, Faszien und Bändern. Häufig genutzt wird diese Therapieform beim Tennisarm (Epikondylitis), einem Fersensporn (Plantarfasziitis), einer entzündeten Achillessehne (Achillodynie) oder Verletzungen der Rotatorenmanschette.4 7 9 10 Bei der Behandlung einer Arthrose konnte sogar teilweise eine bessere Wirkung im Vergleich zu Hyaluron oder Kortison gezeigt werden. 5 6 8

Die Rate an Nebenwirkungen durch das Einspritzen von körpereigenem Blutplasma ist sehr gering. Die Infektionsgefahr ist vergleichbar mit der einer Blutentnahme oder anderer Spritzen. Nach dem Einspritzen des PRP kann es anfangs zu einer Schmerzverstärkung kommen, da die entstehende – und gewollte Heilentzündung die Nerven vorrübergehend empfindlicher macht. Darüber hinaus wurden kaum relevante Probleme mit dieser Methode berichtet. Wenn man dies mit den möglichen Nebenwirkungen von Schmerzmedikamenten oder Kortison vergleicht, ist diese Methode deutlich weniger belastend.

Das Verfahren ist gut untersucht und hat einen hohen Stellenwert in der Behandlung von Erkrankungen der Gelenke, Sehnen und Bänder. Trotzt alledem übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Behandlung leider nicht, teilweise lehnen auch private Krankenversicherungen eine Kostenübernahme ab. Es ist somit eine individuelle Gesundheitsleistung (IGeL), bei der die Kosten selbst zu tragen sind. Wir prüfen gerne mit Ihnen zusammen, ob eine derartige Therapie bei Ihnen in Frage kommt und auch erfolgsversprechend wäre.

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Literatur:

  1. Borzini P, Mazzucco L: Tissue Regeneration and in Loco Administration of Platelet Derivates: Clinical Outcomes, Heterogeneous Products, and Heterogeneity of Effector Mechanisms. Transfusion. 2005; 45: 1759-1767.
  2. Edwards D, et al: Transforming Growth Factor Beta Modulates the Expression of Collagenase and Metalloproteinase Inhibitor. The EMBO Journal. 1987; 6(7): 1899-1904.
  3. Lynch S, et al: Role of Platelet-derived Growth Factor in Wound Healing: Synergistic Effects with other Growth Factors. Proc. Natl. Acad. Sci. USA. 1987; 84: 7696-7700.
  4. Mazzocca A, et al: The positive effects of different platelet-rich plasma methods on human muscle, bone, and tendon cells. The American Journal of Sports Medicine. 2012; 40(8): 1742-1749
  5. Milano G, et al: Repeated Platelet Concentrate Injections Enhance Reparative Response of Microfractures in the Treatment of Chondral Defects of the Knee: An Experimental Study in an Animal Model. Arthroscopy. 2012; 28(5): 688-701
  6. Cerza F, et al: Comparison Between Hyaluronic Acid and Platelet-Rich Plasma, Intra-articular Infiltration in the Treatment of Gonarthrosis. The American Journal of Sports Medicine, online published on October 25, 2012
  7. Deans VM, Miller A, Ramos J: A Prospective Series of Patients with Chronic Achilles Tendinopathy Treated with Autologous-conditioned Plasma Injections Combined with Exercise and Therapeutic Ultrasonography. The Journal of Foot and Ankle Surgery. 2012; 51(6): 706-710
  8. Meheux CJ, McCulloch PC, Lintner DM, Varner KE, Harris JD. Efficacy of Intraarticular Platelet-Rich Plasma Injections in Knee Osteoarthritis: A Systematic Review. Arthroscopy. 2016; 32: 495-505. doi:10.1016/j.arthro.2015.08.005
  9. Sanchez M, Anitua E, Azofra J, Prado R, Muruzabal F, Andia I. Ligamentization of tendon grafts treated with an endogenous preparation rich in growth factors: gross morphology and histology. Arthroscopy. 2010;26:470–480.
  10. Mishra A, Harmon K, Woodall J, Vieira A. Sports Medicine Applications of Platelet Rich Plasma. Curr Pharm Biotechnol. 2012;13:1185–95
  11. Wright-Carpenter, T.; Klein, P. Treatment of muscle injuries by local administration of autologous conditioned serum: A pilot study on sportsmen with muscle strains. Int. J. Sports Med., 2004, 25(8), 588-593
  12. McCrum CL, Costello J, Onishi K, Stewart C, Vyas D. Return to Play After PRP and Rehabilitation of 3 Elite Ice Hockey Players With Ulnar Collateral Ligament Injuries of the Elbow. Orthop J Sports Med. 2018;6(8):2325967118790760. Published 2018 Aug 17. doi:10.1177/2325967118790760
  13. Sheth, Ujash et al. Does Platelet-Rich Plasma Lead to Earlier Return to Sport When Compared With Conservative Treatment in Acute Muscle Injuries? A Systematic Review and Meta-analysis. Arthroscopy , Volume 34 , Issue 1 , 281 – 288.e1
Manuelle Therapie

Bei der Manuellen Therapie erfolgt die Untersuchung und Behandlung ausschließlich mit den Händen. Diese Therapieform versucht, schmerzhafte Funktionsstörungen von Gelenken, Muskeln und/oder Faszien durch bestimmte Griff- und Untersuchungstechniken zunächst zu detektieren, anschließend zu beheben und die Selbstregulationskräfte des Körpers anzuregen.

Es gibt mehrere Bezeichnungen dieser Therapieform. Neben dem Namen Manuelle Therapie wird auch oft von Manueller Medizin, Chirotherapie oder Chiropraktik gesprochen. Bei der Manuellen Therapie erfolgt die Untersuchung und Behandlung ausschließlich mit den Händen. Diese Therapieform versucht, schmerzhafte Funktionsstörungen von Gelenken, Muskeln und/oder Faszien durch bestimmte Griff- und Untersuchungstechniken zunächst zu detektieren, anschließend zu beheben und die Selbstregulationskräfte des Körpers anzuregen. Umgangssprachlich wird die Manuelle Therapie auch als „Einrenken“ bezeichnet, wobei das „Einrenken“ von Gelenken (die Manipulation) nur eine Therapietechnik im Gesamtspektrum der Manuellen Therapie ist. Daneben gibt es auch die sanftere Mobilisation, die Muskeltechniken und die Faszientechniken. Je nach vorliegendem Störungsbild wird der Therapeut die entsprechenden Behandlungsgriffe anwenden. Die Manuelle Therapie hat v.a. einen Effekt in der Behandlung von akuten Schmerzen. Wenn man die Manuelle Therapie mit speziellen Bewegungsübungen kombiniert, wird der Effekt größer.

Es gibt mehrere Bezeichnungen dieser Therapieform. Neben dem Namen Manuelle Therapie wird auch oft von Manueller Medizin, Chirotherapie oder Chiropraktik gesprochen. Bei der Manuellen Therapie erfolgt die Untersuchung und Behandlung ausschließlich mit den Händen. Diese Therapieform versucht, schmerzhafte Funktionsstörungen von Gelenken, Muskeln und/oder Faszien durch bestimmte Griff- und Untersuchungstechniken zunächst zu detektieren, anschließend zu beheben und die Selbstregulationskräfte des Körpers anzuregen. Umgangssprachlich wird die Manuelle Therapie auch als „Einrenken“ bezeichnet, wobei das „Einrenken“ von Gelenken (die Manipulation) nur eine Therapietechnik im Gesamtspektrum der Manuellen Therapie ist. Daneben gibt es auch die sanftere Mobilisation, die Muskeltechniken und die Faszientechniken. Je nach vorliegendem Störungsbild wird der Therapeut die entsprechenden Behandlungsgriffe anwenden. Die Manuelle Therapie hat v.a. einen Effekt in der Behandlung von akuten Schmerzen. Wenn man die Manuelle Therapie mit speziellen Bewegungsübungen kombiniert, wird der Effekt größer.

Rehamedizin

Durch Krankheiten oder Unfälle kann es zu Einschränkungen unserer alltäglich ausgeübten Fähigkeiten kommen: z.B. verbleiben am Bewegungsapparat oft eine eingeschränkte Mobilität oder Einschränkungen in der Verrichtung von Dingen des täglichen Lebens, wodurch es zu Arbeitsunfähigkeit kommen kann. Nach der Akutbehandlung wird im Rahmen der Rehabilitativen Medizin versucht, die verlorenen Fähigkeiten wiederzuerlangen, zukünftig drohende Einschränkungen abzuwenden und die Arbeitsfähigkeit wieder zu erlangen bzw. zu erhalten (sekundäre Prävention).

Bei Problemen des Bewegungsapparates ist es v. a. wichtig, wieder in Bewegung zu kommen. Wenn Menschen unter derartigen Krankheiten oder Verletzungsfolgen leiden, führt dies oft zu einer anhaltenden Einschränkung der Lebensgewohnheiten. Dies mindert die Lebensqualität und oft helfen die üblichen Therapiemöglichkeiten nur wenig. In diesen Fällen bedarf es einer umfassenderen Betrachtung des gesamten Menschen, um noch offene Therapiemöglichkeiten zu finden. Ist eine Beseitigung der Beschwerden und der Einschränkungen nicht möglich, dann ist eine Linderung, der Erhalt der noch vorhandenen Fähigkeiten und die Abwendung einer weiteren Verschlechterung das Ziel. Hierfür bedarf es eines umfassenden Therapieplanes mit unterschiedlichen Therapieverfahren von verschiedenen Fachgruppen und die Koordination dieser Therapien. Diese umfassende Beurteilung und Therapielenkung ist das Arbeitsfeld der Fachärzte für Physikalische und Rehabilitative Medizin, kurz PRM. PRM-Ärzte besitzen hierfür eine umfassende Ausbildung im Bereich der sekundären Prävention (Verhinderung eines erneuten Auftretens einer Erkrankung), der interdisziplinären Diagnostik (Diagnostik in Zusammenarbeit mit anderen Fachgebieten) sowie der Behandlung und Rehabilitation von körperlichen Beeinträchtigungen mit konservativen (nicht operativen), physikalischen, manuellen und naturheilkundlichen Therapiemaßnahmen. Für die Behandlung stehen ihnen viele verschiedene Verfahren aus den Bereichen der Hilfs- und Heilmittel sowie erweiterte rehabilitative Maßnahmen zur Verfügung. Nach einer ambulanten oder stationären Rehabilitation können die PRM-Ärzte bei der weiteren Versorgung und Aufrechterhaltung des Therapieerfolges helfen.

Spritzentherapie / Infiltrationstherapie

Bei der Spritzentherapie, bzw. der Infiltrationstherapie, werden Medikamente gezielt an den schmerzauslösenden Teil des Bewegungsapparates gespritzt. Hierbei kann es sich um ein Gelenk, einen Schleimbeutel oder einen Nerv handeln. Bei tiefliegenden Zielstrukturen wird zusätzlich ein bildgebendes Verfahren wie Röntgen oder Sonographie verwendet, um die Spritze sicher zum Ziel zu führen. Zum Einsatz können verschiedene Wirkstoffe wie Kortison, Hyaluron oder PRP/ACP kommen.

Durch Schäden oder Überlastungen können Gelenke oder Nervenwurzeln gereizt werden und eine Entzündung entwickeln. Diese verursacht häufig starke Schmerzen, welche evtl. nicht allein durch Schmerzmittel in Tablettenform ausreichend einzudämmen sind. In diesen Fällen kann eine gezielte Infiltration des betroffenen Gelenkes (z. B. Facettengelenksinfiltration an der Wirbelsäule; Kniegelenk, Schultergelenk, etc. ) oder der betroffenen Nervenwurzel (sog. PRT = Periradikuläre Therapie) über das Einspritzen von Kortison die Entzündung lindern und so die Schmerzen bessern.

In Gelenke können noch andere Medikamente eingespritzt werden um Schmerzen zu lindern. Hierzu zählen das Hyaluron und das PRP/ACP. Diese Medikamente wirken genauso gut, jedoch nicht so schnell wie das Kortison, haben aber den Vorteil, nicht die Nebenwirkungen des Kortisons mitbringen. Muskeln sprechen meist nur auf eine Infiltration an, wenn umschriebene schmerzhafte Areale, sog. Triggerpunkte im Muskel vorhanden sind. Diese können durch ein lokales Betäubungsmittel beruhigt werden.

Mit einer Spritze alleine ist es meist nicht getan. Oft müssen die Infiltrationen wiederholt werden. Zusätzlich empfiehlt es sich, parallel weitere Therapien wie Schmerzmedikamente und gezielte Übungen anzuwenden.

Ein Vorteil von Spritzen ist die Zielgenauigkeit und die geringere Wirkstoffdosierung im Vergleich zu Tabletten. Insgesamt wird der Körper weniger mit dem Medikament belastet, da nur eine vergleichbar geringe Menge eines Wirkstoffes direkt zum Ort des Geschehens gebracht wird. Aufgrund der Zielgenauigkeit können Infiltrationen auch zur genauen Unterscheidung von mehreren möglichen schmerzverursachenden Strukturen genutzt werden. Diese sogenannte „Stufendiagnostik“ wird z. B. oft vor Operationen an der Wirbelsäule angewandt, um vor der OP Klarheit zu schaffen.

Natürlich bestehen auch mögliche Risiken und Nebenwirkungen. Das Einstechen von Nadeln bedingt immer ein mögliches Verletzungsrisiko von Nerven, Gefäßen oder umgebenden Strukturen. Auch können Bakterien eingebracht werden, was zu einer Infektion führen kann. Glücklicherweise ist dies sehr selten der Fall, so dass die Infiltrationstherapie gemeinhin als sicheres Verfahren eingestuft wird.

Zusammenfassend kann eine Infiltrationstherapie den Heilungsverlauf gut unterstützen. Die besten Wirkungen hat man bei Gelenkschmerzen, die auf eine Arthrose zurückzuführen sind und bei entzündeten Nervenwurzeln. Muskulatur spricht meist nicht kurzfristig auf eine Infiltration an. Hier sind andere Verfahren überlegen.

Durch Schäden oder Überlastungen können Gelenke oder Nervenwurzeln gereizt werden und eine Entzündung entwickeln. Diese verursacht häufig starke Schmerzen, welche evtl. nicht allein durch Schmerzmittel in Tablettenform ausreichend einzudämmen sind. In diesen Fällen kann eine gezielte Infiltration des betroffenen Gelenkes (z. B. Facettengelenksinfiltration an der Wirbelsäule; Kniegelenk, Schultergelenk, etc. ) oder der betroffenen Nervenwurzel (sog. PRT = Periradikuläre Therapie) über das Einspritzen von Kortison die Entzündung lindern und so die Schmerzen bessern.

In Gelenke können noch andere Medikamente eingespritzt werden um Schmerzen zu lindern. Hierzu zählen das Hyaluron und das PRP/ACP. Diese Medikamente wirken genauso gut, jedoch nicht so schnell wie das Kortison, haben aber den Vorteil, nicht die Nebenwirkungen des Kortisons mitbringen. Muskeln sprechen meist nur auf eine Infiltration an, wenn umschriebene schmerzhafte Areale, sog. Triggerpunkte im Muskel vorhanden sind. Diese können durch ein lokales Betäubungsmittel beruhigt werden.

Mit einer Spritze alleine ist es meist nicht getan. Oft müssen die Infiltrationen wiederholt werden. Zusätzlich empfiehlt es sich, parallel weitere Therapien wie Schmerzmedikamente und gezielte Übungen anzuwenden.

Ein Vorteil von Spritzen ist die Zielgenauigkeit und die geringere Wirkstoffdosierung im Vergleich zu Tabletten. Insgesamt wird der Körper weniger mit dem Medikament belastet, da nur eine vergleichbar geringe Menge eines Wirkstoffes direkt zum Ort des Geschehens gebracht wird. Aufgrund der Zielgenauigkeit können Infiltrationen auch zur genauen Unterscheidung von mehreren möglichen schmerzverursachenden Strukturen genutzt werden. Diese sogenannte „Stufendiagnostik“ wird z. B. oft vor Operationen an der Wirbelsäule angewandt, um vor der OP Klarheit zu schaffen.

Natürlich bestehen auch mögliche Risiken und Nebenwirkungen. Das Einstechen von Nadeln bedingt immer ein mögliches Verletzungsrisiko von Nerven, Gefäßen oder umgebenden Strukturen. Auch können Bakterien eingebracht werden, was zu einer Infektion führen kann. Glücklicherweise ist dies sehr selten der Fall, so dass die Infiltrationstherapie gemeinhin als sicheres Verfahren eingestuft wird.

Zusammenfassend kann eine Infiltrationstherapie den Heilungsverlauf gut unterstützen. Die besten Wirkungen hat man bei Gelenkschmerzen, die auf eine Arthrose zurückzuführen sind und bei entzündeten Nervenwurzeln. Muskulatur spricht meist nicht kurzfristig auf eine Infiltration an. Hier sind andere Verfahren überlegen.

Stoßwellentherapie

Bei bestimmten Erkrankungen von Gelenken, Sehnen und Bändern kann es zu Kalkablagerungen oder einer unvollständigen Heilung von verletztem Gewebe kommen, sodass vom Körper über einen langen Zeitraum eine Entzündung aufrechterhalten wird, die Schmerzen verursacht, aber nicht ausreicht, den erkrankten Bereich zu reparieren. Die Stoßwellentherapie versucht nun durch kleinste, gezielte Druckwellen die kleinen Verkalkungen zu zerstören und eine verbesserte Entzündung mit vielen wachstums- und heilungsfördernden Botenstoffen anzuregen, damit der Körper die betroffene Stelle reparieren kann. Bewährt hat sich diese Methode bei der Kalkschulter (Tendinitis calcarea), dem Tennisellenbogen (Epikondylitis radialis), Golferellenbogen (Epikondylitis ulnaris), Fersensporn (Fasciitis plantaris), bei Achillessehnenschmerz (Achillodynie) und diversen andere Erkrankung von Sehnen (Tendinopathie) bzw. Sehnenansätzen (Enthesiopathie) sowie der Schleimbeutelentzündung (Bursitis).

In den 1980er Jahren wurde die Stoßwellentherapie für die Zertrümmerung von Gallen- und Nierensteinen erfunden. Die von außen über die Haut in den Körper geleiteten, mechanisch-akustischen Druckimpulse konnten gezielt die Steine zerkleinern ohne andere Gewebe zu verletzen und ersetzten so viele Operationen. In den folgenden Jahren wurden die Geräte kleiner und der Einsatzbereich gezielter, so dass die Technik auch in der Orthopädie angewendet werden konnte.

Bei bestimmten Erkrankungen von Gelenken, Sehnen und Bändern kann es zu Kalkablagerungen oder einer unvollständigen Heilung von verletztem Gewebe kommen, sodass vom Körper über einen langen Zeitraum eine Entzündung aufrechterhalten wird, die Schmerzen verursacht, aber nicht ausreicht, den erkrankten Bereich zu reparieren. Die Stoßwellentherapie versucht nun durch kleinste, gezielte Druckwellen die kleinen Verkalkungen zu zerstören und eine verbesserte Entzündung mit vielen wachstums- und heilungsfördernden Botenstoffen anzuregen, damit der Körper die betroffene Stelle reparieren kann. Aufgrund dieser zunächst verstärkten Entzündungsreaktion kann es im Verlauf einer Stoßwellentherapie vorrübergehend zu einer Verschlechterung kommen. Dies ist allerdings gewollt und kann bei überschießender Reaktion mit Schmerzmitteln behandelt werden. Neben einer möglichen Gewebeschwellung oder der Bildung von Blutergüssen nach einer Behandlung sind bisher keine weiteren gravierenden Nebenwirkungen beschrieben worden. Sollte eine Stoßwellenbehandlung zu schmerzhaft sein, kann die Stelle vorher betäubt werden. Meistens reicht eine Behandlung nicht aus, um eine ausreichende Heilentzündung entstehen zu lassen und muss wiederholt angewendet werden. Anschließend benötigt der Körper etwas Zeit, um die erkrankte Stelle zu reparieren, sodass es einige Wochen dauern kann, bevor sich der Erfolg der Stoßwellentherapie einstellt.

Die Stoßwellentherapie hat sich auch in der Orthopädie bei vielen schmerzhaften Erkrankungen bewährt und konnte helfen, Operationen zu vermeiden. Hierzu zählen die Kalkschulter (Tendinitis calcarea), Tennisellenbogen (Epikondylitis radialis), Golferellenbogen (Epikondylitis ulnaris), Fersensporn (Fasciitis plantaris), Achillessehnenschmerz (Achillodynie) und diverse andere Erkrankung von Sehnen (Tendinopathie) bzw. Sehnenansätzen (Enthesiopathie) sowie die Schleimbeutelentzündung (Bursitis). Selbst bei nicht vollständig zusammengewachsenen Knochen nach Brüchen oder Operationen (Pseudarthrose) konnte mit einer hoch energetischen Stoßwellentherapie doch noch eine Knochenheilung angeregt werden.

Neueste Beurteilungen zeigten eine so gute Wirkung der Stoßwellentherapie bei einem schmerzhaften Fersensporn (Fasciitis plantaris, Plantarfasciitis), dass die gesetzlichen Krankenkassen beschlossen haben, die Kosten für diese Behandlung zu übernehmen, sofern folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

– Der Schmerz besteht seit über 6 Monaten und führt zu starken Einschränkungen der gewohnten körperlichen Aktivität.

– Während der vergangenen 6 Monate müssen mindestens folgende Therapieversuche konsequent, aber erfolglos durchgeführt worden sein: Einnahme von Schmerztabletten, tägliche Dehnübungen, Fersenkissen/Schuheinlagen.

Sind die Voraussetzungen erfüllt, übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen drei Behandlungen. Bei allen anderen Erkrankungen werden die Kosten nicht übernommen und müssen als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) selbst bezahlt werden. 1

Wie läuft eine Stoßwellentherapie ab?

Zunächst muss der zu therapierende Bereich aufgesucht werden. Dies kann bei sehr oberflächlichen Strukturen durch Tasten erfolgen, sonst z. B. durch Ultraschall. Danach kann je nach Schmerzhaftigkeit der Erkrankung eine örtliche Betäubung gesetzt werden. Der Stoßwellenapplikator wird auf die Haut gesetzt und ca. 1500 Stoßwellen hintereinander verabreicht. Dies kann unter Umständen etwas unangenehm sein. Insgesamt dauert eine Behandlung ca. 10 bis 15 Minuten. Oft sind insgesamt drei Behandlungen im Abstand von ein bis zwei Wochen notwendig. Nach der Behandlung ist das Gewebe oft gereizt. Eine vorrübergehende Schonung und Kühlung sind meist hilfreich.

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Literatur:

1: https://www.tk.de/techniker/gesundheit-und-medizin/behandlungen-und-medizin/orthopaedische-erkrankungen/stosswellentherapie-bei-orthopaedischen-erkrankungen-2019030

In den 1980er Jahren wurde die Stoßwellentherapie für die Zertrümmerung von Gallen- und Nierensteinen erfunden. Die von außen über die Haut in den Körper geleiteten, mechanisch-akustischen Druckimpulse konnten gezielt die Steine zerkleinern ohne andere Gewebe zu verletzen und ersetzten so viele Operationen. In den folgenden Jahren wurden die Geräte kleiner und der Einsatzbereich gezielter, so dass die Technik auch in der Orthopädie angewendet werden konnte.

Bei bestimmten Erkrankungen von Gelenken, Sehnen und Bändern kann es zu Kalkablagerungen oder einer unvollständigen Heilung von verletztem Gewebe kommen, sodass vom Körper über einen langen Zeitraum eine Entzündung aufrechterhalten wird, die Schmerzen verursacht, aber nicht ausreicht, den erkrankten Bereich zu reparieren. Die Stoßwellentherapie versucht nun durch kleinste, gezielte Druckwellen die kleinen Verkalkungen zu zerstören und eine verbesserte Entzündung mit vielen wachstums- und heilungsfördernden Botenstoffen anzuregen, damit der Körper die betroffene Stelle reparieren kann. Aufgrund dieser zunächst verstärkten Entzündungsreaktion kann es im Verlauf einer Stoßwellentherapie vorrübergehend zu einer Verschlechterung kommen. Dies ist allerdings gewollt und kann bei überschießender Reaktion mit Schmerzmitteln behandelt werden. Neben einer möglichen Gewebeschwellung oder der Bildung von Blutergüssen nach einer Behandlung sind bisher keine weiteren gravierenden Nebenwirkungen beschrieben worden. Sollte eine Stoßwellenbehandlung zu schmerzhaft sein, kann die Stelle vorher betäubt werden. Meistens reicht eine Behandlung nicht aus, um eine ausreichende Heilentzündung entstehen zu lassen und muss wiederholt angewendet werden. Anschließend benötigt der Körper etwas Zeit, um die erkrankte Stelle zu reparieren, sodass es einige Wochen dauern kann, bevor sich der Erfolg der Stoßwellentherapie einstellt.

Die Stoßwellentherapie hat sich auch in der Orthopädie bei vielen schmerzhaften Erkrankungen bewährt und konnte helfen, Operationen zu vermeiden. Hierzu zählen die Kalkschulter (Tendinitis calcarea), Tennisellenbogen (Epikondylitis radialis), Golferellenbogen (Epikondylitis ulnaris), Fersensporn (Fasciitis plantaris), Achillessehnenschmerz (Achillodynie) und diverse andere Erkrankung von Sehnen (Tendinopathie) bzw. Sehnenansätzen (Enthesiopathie) sowie die Schleimbeutelentzündung (Bursitis). Selbst bei nicht vollständig zusammengewachsenen Knochen nach Brüchen oder Operationen (Pseudarthrose) konnte mit einer hoch energetischen Stoßwellentherapie doch noch eine Knochenheilung angeregt werden.

Neueste Beurteilungen zeigten eine so gute Wirkung der Stoßwellentherapie bei einem schmerzhaften Fersensporn (Fasciitis plantaris, Plantarfasciitis), dass die gesetzlichen Krankenkassen beschlossen haben, die Kosten für diese Behandlung zu übernehmen, sofern folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

– Der Schmerz besteht seit über 6 Monaten und führt zu starken Einschränkungen der gewohnten körperlichen Aktivität.

– Während der vergangenen 6 Monate müssen mindestens folgende Therapieversuche konsequent, aber erfolglos durchgeführt worden sein: Einnahme von Schmerztabletten, tägliche Dehnübungen, Fersenkissen/Schuheinlagen.

Sind die Voraussetzungen erfüllt, übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen drei Behandlungen. Bei allen anderen Erkrankungen werden die Kosten nicht übernommen und müssen als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) selbst bezahlt werden. 1

Wie läuft eine Stoßwellentherapie ab?

Zunächst muss der zu therapierende Bereich aufgesucht werden. Dies kann bei sehr oberflächlichen Strukturen durch Tasten erfolgen, sonst z. B. durch Ultraschall. Danach kann je nach Schmerzhaftigkeit der Erkrankung eine örtliche Betäubung gesetzt werden. Der Stoßwellenapplikator wird auf die Haut gesetzt und ca. 1000 bis 2000 Stoßwellen hintereinander verabreicht. Dies kann unter Umständen etwas unangenehm sein. Insgesamt dauert eine Behandlung ca. 5 bis 15 Minuten. Oft sind ein bis zwei weitere Behandlungen im Abstand von ein bis zwei Wochen notwendig. Nach der Behandlung ist das Gewebe oft gereizt. Eine vorrübergehende Schonung und Kühlung sind meist hilfreich.

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Literatur:

1: https://www.tk.de/techniker/gesundheit-und-medizin/behandlungen-und-medizin/orthopaedische-erkrankungen/stosswellentherapie-bei-orthopaedischen-erkrankungen-2019030